Flüssigfarben

Flüssigfarben

Minidropswirl mit Flüssigfarben

Als ich 2014 mit dem Seifensieden begann, habe ich mir sehr zeitnah Flüssigfarben gekauft. Jene wurden in den Seifenbüchern als sehr unkompliziert in der Handhabung beschrieben. Der Vorteil war klar: Die Farbe lässt sich gut verrühren und man bekommt keine unschönen Punkte in der Seife. 

Mittlerweile verwende ich fast ausschließlich Micas, die Farbauswahl ist bedeutend vielfältiger und man erhält jene in ganz feiner Qualität, so dass sich keine unschönen Punkte ergeben.

Micas & Flüssigfarben im Vergleich

FLÜSSIGFARBEN: Man kann sie direkt zum Seifenleim hinzufügen und muss keine Vorbereitungen treffen, daher sind sie einfach in der Handhabung und für Anfänger geeignet. Man findet Flüssigfarben in den beliebtesten Farbausprägungen, zumeist keine große Auswahl an unterschiedlichen Tönen.

MICAS: Findet man in vielen Farben und Nuancen. Man kann sie direkt dem Seifenleim beimengen, besser vorher in Öl auflösen, um unschöne Punkte zu vermeiden. Der Aufwand ist nicht sehr groß, aber man muss zusätzliche Behälter reinigen. Man kann die Micas untereinander einfach mischen und daher fast jeden erwünschten Farbton erhalten.

BEIDE sind lichtecht und können fallweise zum Andicken des Seifenleims führen.

Die Seifen auf den Bildern habe ich mit Flüssigfarben erstellt um die Farbgebung und Dosierung der Farben zu Testen. Für den Minidropswirl habe ich rd. 3/4 des Seifenleims weiß (mit Titandioxid) gefärbt und den färbigen Seifenleim in kleinen Gefäßen angerührt. Danach die Farben nacheinander, nah an der Oberfläche längs der Blockform hin und her bewegt und gegossen. 

Ausbluten von Farben

Der Wortlaut „ausbluten von Farben“ (oder auch „ausbluten der Seife“) wird in zweierlei Hinsicht beim Seifensieden verwendet:

Erstens, wenn eine Farbe im Design in eine andere, zumeist hellere Farbe, verläuft. Man kann das beim obigen Dropswirl beim Gelb am besten erkennen: Es sieht aus, als würde den gelben Tropfen ein gelber Schimmer umgeben bzw. ein kleiner Farbverlauf zum Weiß vorhanden sein. Hier ist die Farbe „ausgeblutet“. Auch bei den anderen Farben auf dem Beitragsbild oben erkennt man, dass eine Farbe in die andere verläuft. Ich finde, dass diese Optik das Design bereichert und richtig großartig aussieht.

Zweitens wird das „Ausbluten“ auch im Zusammenhang mit einem farbigen Schaum verstanden, der beim Waschen mit der Seife entsteht. Mir ist das schon öfter beim Verwenden von Aktivkohle passiert. Beim Verwenden von Micas sind mir beide Szenarien noch nicht untergekommen.

Ich versuche es zu vermeiden, dass sich der Schaum meiner Seifen beim Waschen verfärbt. Das gelingt, wenn man sich in der Dosierung mäßig – nicht zu wenig, damit die Farbe gut aussieht, nicht zu viel, damit sich der Schaum nicht verfärbt. Das „Verwischen“ der Farben wie bei diesen Flüssigfarben finde ich einen tollen Effekt, den man gezielt einsetzen kann!

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